Sonntag, 16. Juli 2017

Lesesonntag Juli 2017

Heute lege ich wieder einen Lesesonntag zusammen mit der Winterkatze ein und mal schauen, wer sich heute im Verlauf des Tages noch dazugesellt.

Seit viertel acht, also seit viertel nach sieben ;) , bin ich hoch, die MuMs sind versorgt und neben ir steht ein Tee. Ich will gleich noch eine Runde Walken gehen, daher gibt es das Frühstück später.

Beim Walken höre ich aktuell "The Dispatcher" von John Scalczi, gelesen von Zachary Quinto. Das Hörbuch war letztes Jahr eine Zeit lang frei bei Audible zu bekommen und die liebe Winterkatze hatte mich darauf hingewiesen. Die ersten ca. 17 Minuten findet ihr - jedenfalls momentan - hier (klick). Weit bin ich noch nicht gekommen; Scalci legt einen Kaltstart hin, denn als Hörer findet man sich mit dem Dispatcher Valdez in einem OP-Saal, nur dass man als Hörer nicht weiß, warum, was Valdez' Job ist und was eigentlich generell vorgeht. Valdez erfährt nach der OP, dass ein Kollege, für den er eingesprungen ist, verschwunden ist. Die Geschichte dürfte jetzt dann richtig starten, denke ich ...

Update 09.30 Uhr
Ein wenig Countryside

zur Anregung des Appetits zum Frühstück, auch wenn das Thema von "The Dispatcher" nicht ganz dazu angetan ist, schließlich geht es um den Tod. Andererseits habe ich auch schon zum Abendessen "Bones" geschaut und das war deutlich ... plastischer. ;)


Ich bin mit "The Dispatcher" gut weiter gekommen - bin jetzt über 70 % -, allerdings ist das Hörbuch auch relativ kurz (nur ca. 2 Stunden 20 Minuten). Allerdings werde ich jetzt wechseln zu "A Jane Austen Education" by William Deresiewicz, der Anfang Zwanzig die bislang als chic-lit beiseite gelegte Jane Austen zu lesen begann. Er schreibt über persönliche Erkenntnisse, die er während der Lektüre der 6 Romane gewann und integriert dabei auch Lesarten Dritter der Romane bzw. biograpfische Informtionen. Das Kapitel zu "Emma" ist gelesen, ich bin gerade im Kapitel zu "Pride & Prejudice" . Das Buch unterhält mich bislang gut. 

Update 12.45 Uhr
Mit der Jane-Austen-Education bin ich entspannt in Gesellschaft der MuMs weiter gekommen.
Der Autor hat jetzt drei der sechs Romane - Emma, Pride&Prejudice,Northanger Abbey - abgehandelt. Im Verlauf des Kapitels zu Pride & Prejudice ist der Unterhaltungswert ein wenig gesunken, was leider auch noch anhält. Das hat damit zu tun, dass der Autor mehr und mehr "lectured". Genauer gesagt: Ich finde es immer wieder erfrischend und unterhaltsam darüber zu lesen, wie andere Personen Austens Romane wahrnehmen und für sich interpretieren. Was diesen Aspekt angeht, hat das Buch weiterhin Unterhaltungswert für mich. Allerdings hat sich der Schwerpunkt von "was ich persönlich lese/mitnehme" verlagert nach "Austen lehrt uns... Austen macht das ...". Ich fürchte, der Autor wird auch in den Kapiteln zu den weiteren drei Romanen eher in dieser Art fortfahren. In dem Zusammenhang hilft es mir auch nicht, dass er Parallelen zu seinem Leben zieht; mich hatte gerade die privat und persönliche Lesart interessiert, die jedenfalls im Kapitel zu Emma deutlich ist. Nun, mal sehen, vielleicht mache ich jetzt mit diesem Buch erst einmal eine Pause und schaue in das nächste Kapitel von "Stuff matters" von Mark Miodowsnik, in welchem es um "foam" geht (also Schaumstoff, vermute ich). Aber vorher schaue ich bei den Mitlesern vorbei. :)

Update 18.00 Uhr
Ich habe doch mit Jane-Austen-Education weitergemacht und das Ergebnis war, dass ich beim Kapitel über Mansfield Park mehrfach und einmal länger eingenickt bin. Ich schiebe das darauf, es mir einfach zu uninteressant erschien, was der Autor zu Fanny & Co und seinen Bezug zu diesem Roman zu sagen hatte.
Tja und dann war ich damit beschäftigt, ständig die BBC-News-Twitterseite neu zu laden, um zu erfahren, wer den 13. Doctor verkörpern wird. ;) Das weiß ich inzwischen und auch, dass ich bislang nichts aus dem Repertoire dieser Person gesehen habe. Ich bin sehr neugierig, wie der 13. Doctor agieren wird; bislang fand ich jeden Wechsel spannend und war interessiert zu sehen, wie die Show seit dem Wechsel zu Patrick Troughton eine neue Dynamik entwickelte. Jetzt heißt es also wieder warten bis zum Christmas Special und dann bis 11. Staffel von NewWho beginnt, seufz.

Update 21.40 Uhr
Die MuMs sind versorgt, ich habe Stulle mit Brot zu Abend gegessen und mir danach ein Eis gegönnt und noch später einen Gin Tonic mit Gurkenscheiben. Ich habe dem Regen zugesehen, der vorhin hier herunterrauschte und ein paar youtube-Reviews zu Doctor Who Season 6 und 8. Und ich habe noch ein das Kapitel über "Persuasion" in der Jane-Austen-Education beendet. Der Autor verbindet weiterhin sein persönliches Leben mit Erkenntnissen aus Austens Romanen. Ich habe aber doch mit den Augen gerollt, als er erklärte, er hätte von Austen gelernt, dass Freunde die Familie sind, die man sich selbst aussucht. ;)

Mein Lesesonntag hier auf der Couch nähert sich jetzt dem Ende, da ich morgen nicht frei habe und die Nacht entsprechend kurz ist. Aber es macht sich nicht so gut, montags frei zu nehmen, wenn man am Donnerstag in einen Urlaub (eine Woche) startet. ;) Ich werde daher auch jetzt direkt in meine Koje gehen und frühestens morgen bei den heutigen Mitlesern wieder vorbeischauen bzw. kommentieren.

Schlaft gut und träumt noch besser - es war wieder ein schöner Lesesonntag. Ich hoffe, wir lesen uns im August wieder. :)

Sonntag, 25. Juni 2017

Lesesonntag

Guten Morgen und hallo mal wieder. Meinen Blog habe ich ja erneut lang vernachlässigt - außer, dass ich Spam-Bot-Kommentarbenachrichtungen erhalten, die ich direkt als Spam kennzeichne ;) -, da ist ein gemeinsamer Lesesonntag mit der Winterkatze ein guter Anlass, hier wieder etwas aktiv zu werden.

Geweckt wurde ich von einem meiner Kater, der zielsicher gegen fünf der Ansicht war, etwas Katzenhaare los zu werden. Dass ich ihm und seinem schwarz-weißen Gesellen dann gleich Frühstück serviere, nur weil ich hoch war, konnte er aber vergessen. Ich bin danach wieder ins Bett gewankt, wurde aber von beiden Helden immer wieder angeschnurrt und getretelt, sodass an Schlaf nicht mehr wirklich zu denken war. Also bin ich gegen halb sieben hoch, habe die beiden versorgt, mir meine Sportschuhe angezogen und bin eine kleine Runde walken gegangen und habe dabei "The Fireman" von Joe Hill weiter gehört; vorgetragen von Kate Mulgrew. Ich bin aktuell bei 85 %, höre aber schon sehr lange an dem Buch - was weniger an dem Roman liegt als an der Tatsache, dass ich wenig zum digitalen Hörbuchhören gekommen bin. ;)


Jetzt wartet das Frühstück auf mich und bei dieser Gelegenheit werde ich - ich weiß, man soll nicht neben dem Essen etwas anderes tun - nicht lesen, sondern die aktuelle Doctor-Who-Folge schauen. Das muss sein - die Staffel nähert sich dem Ende und ich bin neugierig.

Danach werde ich sicher zu einem Buch greifen, eine Auswahl - von Comic über DS9-Fan-Buch bis hin zu Romanen - liegt hier auf dem Tisch. Ich werde berichten.


Update 13.15 Uhr
Die aktuelle Doctor-Who-Folge der 10. Staffel - World enough and time - war für mich sehr intensiv. Mehr will ich gar nicht sagen, ich will nicht spoilern. Ich wünschte nur, es wäre schon nächsten Sonntag und ich könnte die nächste Folge laden (ausgestrahlt wird sie ja am Samstag).

Aktuell lese ich übrigens weiter in meinem Deep Space nine Companion - ich bin inzwischen bei Staffel 5 angelangt. Es gibt die für diese Art Bücher typischen Inhalte: Staffelüberblick, eine Inhaltsangabe zur Folge und weitere Ausführungen zu derselben kombiniert mit schwarz-weiß Fotos. Klingt beinahe banal. Ich finde es allerdings interessant, weitere Aspekte über die Serie zu lesen, mal geht es darum, aus welcher Übelegung heraus sich eine Story entwickelt, mal um das Filmen vor Ort (selten genug bei DS9) , wie ein Schauspieler sich einer konkreten Aufgabe nähert, was eine Komponisten durch den Kopf geht etc. Dennoch werde ich das Buch wohl jetzt erst einmal zur Seite legen, schon allein deshalb, weil ich langsam wieder etwas essen möchte. :) Aber vorher schaue ich erst einmal bei der Winterkatze vorbei und bei Kiya und Sayuri, die heute auch mitlesen.

Update 18:00
Die Wäsche hängt und stehst vor der offenen Balkontür auf dem Wäscheständer, weil momentan der Regen auf den Balkon kommt. Aber es regnet - und zwar immer wieder den Tag hinweg und das tut den Pflanzen garantiert gut.

Im Wesentlichen habe ich mich - neben der Wäsche - am Nachmittag mit "Betrunkene Bäume" von Ada Dorian beschäftigt und bin ca. bei der Hälfte des knapp 270 Seiten umfassenden Romans angekommen. Erich, ein 80jähriger Baumliebhaber und Wissenschaftler, der kaum noch allein zurecht kommt, lernt eines Tages die junge Katharina kennen, die in der Nachbarwohnung haust - und sie ist dort eigentlich nur geblieben, nachdem ihr der vermittelnde Halbkriminelle in einem Nebensatz erzählt hat, dass der 80jährige mal in Sibirien war. Katharinas Vater hat in Sibirien einen Job angenommen, aber Katharina weiß nicht, wo genau, nur dass es etwas mit Öl zu tun hat. Bis zum Ende des Romans werde ich hoffentlich erfahren, was genau Erich in Sibirien getan hat und wie es Katharina ergeht.  Ich komme gut voran - allerdings hat mich gleich auf den ersten Seiten das Wort Albtraum, geschrieben im Buch im p statt it b aus dem Konzept gebracht; ich kann mich an die Schreibweise mit p nicht gewöhnen. ;)

Update 21.30 Uhr
Es gab Abendessen (fertige Halloumi-Spieße aus dem Rewe, erneut hatte ich "zuviel Salz" Gefühl, aber der Tomaten-Gurken-Salat wirkte dagegen; dennoch: ich brauche die Spieße nicht noch einmal)



und  Lese-Relaxzeit für die MuMs und mich.



"Betrunkene Bäume" habe ich ausgelesen und ich weiß jetzt, was Erich in Sibirien gemacht hat. Schreibstilmäßig hat mir die Autorin gefallen und ich mochte die unterschwellige Melancholie, die sich durch den Roman zog, die mich aber bei der Lektüre nicht überwältigte und hinabzog. In dem Roman werden sehr viele Themenkreise angerissen und diese hätten bestimmt noch mehr Seiten füllen können. Mir hat das "Anreißen" aber gereicht, jedenfalls in Bezug auf Erich und seinen Lehrer. Was die noch nicht volljährigen Ausreißerin Katharina angeht - hier hatte ich etwas  Mühe, ihr zu folgen, aber das kann auch daran liegen, dass ich behütet in einem Dorf aufgewachsen bin. Trotzdem wirkte z.B. das Ende ihres  persönlichen Handlungsbogens auf mich abgeschnitten (ihr Aufenthalt in der Wohnung, die spätere Nachricht, Hugo). Das klingt an dieser Stelle hier vermutlich etwas merkwürdig, aber ich müsste zu sehr Handlungsdetails verraten, wenn ich hier konkreter werde. Insgesamt fand ich den (Debut-)Roman in Ordnung.

Gleich werde ich noch schauen, was  bei Winterkatze, Kiya und Sayuri so passiert ist. Und dann werde ich wohl noch etwas den DS9 Companion zur Hand nehmen. Ich wünschte nur, er hätte ein etwas anderes Format - Softcover und diese DINA4-Größe mit über 700 Seiten, seufz. Ich helfe mir, indem ich das Buch auf mein Knietablet lege. ;)

Den Lesetag habe ich wieder sehr genossen  - danke für die Idee, Winterkatze!

Montag, 8. Mai 2017

Winterkatzes SuB-trahiert

Wie versprochen kommt hier der Post mit den im ersten Quartal 2017 angefangenen, dann aber nicht zu Ende gelesenen Büchern, die von mir aussortiert und gespendet werden:

Das sind zunächst einmal Band 1 und 2 von "Serenity Rose" von Aaron Alexovitch, die bestimmt schon 3 oder 4 Jahren im SuB liegen. Es ist eine Comic-Serie und bei den beiden Bänden handelte es sich um einen Onlinekauf zum Antesten der Reihe. Erzählt wird von und über eine Hexe (Sera) in ihren Zwanzigern und ihr Leben in ihrer Stadt. Ich will nicht sagen, dass ich "gescheitert" bin, aber ich habe mit Band 1 angefangen, auch in Band 2 mal hineingeblättert, aber es war einfach nicht meins.Ich habe den Beginnerband 1 nicht beendet, da ist es auch uninteressant, ob die Zeichnungen ab Bd. 2 besser werden.

Dann haben wir "Alabama Song" von Gilles Leroy; das Buch wurde in Frankreich ausgezeichnet und liegt ca. 1 bis 2 Jahre im SuB, auch hier ein "Katalog"-Onlinekauf.. In diesem Roman erzählt Leroy aus der Ich-Perspektive von Zelda Fitzgerald, vormals Sayre, wobei es sich um eine Fiktion handelt. Der Autor erklärt im Nachwort ausdrücklich, das Buch soll als Roman und nicht als historische Fiktion gelesen werden. Wie schon in meinem Ostersonntag-Lesepost geschrieben,  für mich war dieses Buch nichts. Ich hatte keine Lust, "in Leroys Erzählstil über eine reale Autorin eine fiktiv-mögliche Biographie aus der Ich-Perspektive dieser realen Autorin zu lesen.

 "Änderungsschneiderei Los Milagros" von Maria Cecilia Barbetta lag auch bereits ca. 3 Jahre im SuB, auch ein reiner Online-Kauf ohne vorherigen Blick in das Buch.  Ich sollte damit wohl aufhören. ;) Wie bereits in dem  Lese-Samstagspost geschrieben, bin ich sprachlich überhaupt nicht in den Roman hineingekommen.

"Was werd ich tun, wenn alles brennt" von António Lobo Antunes war ebenfalls ein Online-Katalog-Kauf und ist ebenfalls gefühlt 5 Jahre im SuB. Es geht um Carlos, einer Drag-Queen in Lissabon. Ich hatte mit diesem Buch das gleiche Problem wie mit der Änderungschneiderei - ich kam einfach nicht hinein in den Erzählstil

"Gletschertheater" von Steinunn Sigurdardóttir, Online-Katalogkauf, liegt gefühlt mehr als 5 Jahren im SuB. Ich kann zum Inhalt nichts sagen, ich kann nichts dazu sagen, ob mir die Charaktere gefallen o.ä. Der einzige Grund, warum ich nach den ersten zwei Seiten das Buch direkt wieder weggelegt habe, ist, dass es im Präsens und indirekt - also ohne Anführungszeichen bei Gesprächen - geschrieben ist.  Es mag sein, dass mir so ein unterhaltsamer lustiger Roman entgeht, aber dann ist das halt so.

"Der silberne Bogen" von David Gemmell war vor Jahren (vier? fünf, länger?)  ein Empfehlungskauf, weil mich früher "Neu"-Erzählungen älterer Sagen wie des trojanischen Krieges interessierten. Ich habe den Roman angelesen - gut geschrieben -, ihn aber abgebrochen, weil mich das Thema einfach nicht mehr so sehr interessiert und ich lieber etwas anderes lesen möchte. Das Buch hätte ich damals gleich lesen sollen, aber nun.


Samstag, 29. April 2017

Winterkatzes SuB-Trahiert

Ui, Juli 2016 ... Entweder habe ich seitdem nichts mehr gelesen, was unter die Sparte SuB-Trahiert fällt oder - was wahrscheinlicher ist ;) - ich habe nicht darüber geschrieben.

Nun, neuer Startpunkt: 01.01.2017. :)

Und in diesem Post geht es um die im ersten Quartal durchgelesenen Bücher,  die in die Sparte "Sub-Trahiert" fallen (mit den nicht durchgelesenen Büchern beschäftige ich mich in einem weiteren Beitrag).

"Der tägliche Wahn" von Miguealanxo Prado, bestimmt schon zwei Jahre auf dem SuB,
 ein Comicbuch mit Kurzgeschichten über den Alltag, schwarzhumorig, ich mag seine dynamisch gezeichneten (auch überzeichneten) Charaktere - und auch wenn mich nicht jede Story mitnahm, habe ich das Buch doch sehr genossen (es führte auch dazu, dass ich meinen Bestand an Prado-Büchern erweiterte).

"Zwischen Nacht und Dunkel" von Stephen King, ebenfalls bestimmt mindestens zwei Jahre auf dem SuB, (ich weiß gar nicht, warum) vier Novellen, die mich alle mitgenommen haben. "1922" beginnt mit dem Geständnis eines Mannes, dass er seine Frau umgebraucht hat; in "Big Driver" nimmt eine Autorin nach einer Lesung mit dem Auto eine Abkürzung; "Faire Verlängerung" hat im Gegensatz zu den anderen Geschichten einen "phantastischen" Touch, schließlich begegnet einem nicht alle Tage ein Mann, der Deine Lebenszeit verlängert und dann ist da noch "Eine gute Ehe", in der eine Ehefrau zufällig in der Garage ein Geheimnis ihres Mannes entdeckt. Die Geschichten sind unterschiedlich lang, gehen aber schon über Kurzgeschichten hinaus.

"Who the Fuck is Kafka" von Lizzie Doron, gekauft ca. Anfang 2016, 
Aus Ich-Perspektive der israelischen Autorin erzählt wirft das Buch einen Blick auf die Beziehung der Autorin mit dem palästinensischen Fotoreporter und Filmer "Nadim".  Ich hatte trotz all der Einblicke in diese Beziehung  Probleme mit dem Buch. Es beruht zwar auf wahren  Erfahrungen und Erlebnissen, allerdings verschiedener palästinensischer Freunde der Autorin, deren Konglomerat dann den fiktiven "Nadim" ergab.  "Nadim" kommt dabei auch nur durch die Texte oder Wiedergabe von Dialogen seitens der Autorin zu Wort (zwangsläufig, bedenkt man die Vermengung verschiedener Personen), hat also keine eigene Stimme. Diese "doppelte" Entfernung von der palästinensischen Figur im Rahmen des Romans lässt mich mit dem Problem zurück, zu ermitteln, was nach der Recherche dann in dem Buch dem bewussten oder unbewussten Filter der Autorin unterliegt bzw. unterlag.

"Der gigantische Bart, der böse war" von Stephen Collins - mindestens ein Jahr auf dem SuB (glaube ich), ein Comic-Buch über den Bewohner Dave, dem auf der ordentlichen, genormten, einförmigen Stadt auf einer Insel auf einmal ein unkontrolliert wuchernder Bart wächst. Ich mochte die Zeichnungen, den Textrhythmus und die grundsätzliche Geschichte, auch wenn sie für mich ein paar Punkte bequemerweise auslässt, die ich gerne geklärt hätte. ;)